Paul Maar – Vom Wünschen und Träumen

Paul Maar kam im Jahr 1968 mit seinem Erstwerk „Der tätowierte Hund“ zur Schriftstellerei und schuf einen Klassiker der Kinderliteratur. Die Kinderbücher der damaligen Zeit fand er als Vater wenig ansprechend und bedeutsam. So spielte in den folgenden Jahren auch die Kritik seiner Kinder beim literarischen und illustratorischen Schaffensprozess seiner Bücher eine wichtige Rolle.

Oft sind es in Maar’s Werken ängstliche oder von der Umwelt nicht akzeptierte Charaktere, die auf wundersame Weise zu Helden werden und Mut entwickeln. Man spürt in den Romanen, dass Paul Maar hier auch autobiografische Erlebnisse und Gefühle verarbeitet. Besonders berühmt ist Paul Maar‘s Reihe um das Sams und seinen Adoptivpapa Herrn Taschenbier, die im September 2017 mit einer Fortsetzung um „Das Sams feiert Weihnachten“ erweitert wurde.

„Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar (1973)

Lesealter: 8-10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1973, Oetinger Verlag, ISBN 978-3789119521

www.oetinger.de

In guten Kinderbüchern hat meist alles einen guten Grund und so ist es auch im vorliegenden Buch. Herr Taschenbier wundert sich erheblich über den Verlauf seiner letzten Woche: Am Sonntag schien die Sonne, am Montag Besuch von Herrn Mon, am Dienstag war Dienst, am Mittwoch Mitte der Woche, am Donnerstag gab es Gewitter mt Donner, am Freitag war überraschend frei. Als er dann auf eine Menschenmenge trifft, die neugierig und sensationslüstern ein seltsames Geschöpf bestaunen, ist ihm sofort klar, um was es sich bei dem Geschöpf in der Mitte handelt: Ein Sams!

Und da er das Kind beim Namen nennt, ist er ab diesem Tag Papa des merkwürdigen Wesens mit dem grünen, dicken Körper, der Schweinerüsselnase, den feuerroten Haaren und den vielen blauen Punkten im Gesicht. Auch wenn er es versucht, er wird sein Kind nicht los und dieses stellt sein beschauliches Junggesellenleben doch erheblich auf den Kopf. Das liegt vor allen an seinen besonderen Eigenheiten: So isst das Sams alles, was es so sieht (besonders gerne die Zimmereinrichtung von Herrn Taschenbier), außerdem dichtet es gerne freche Spottverse und Lieder und fordert so die Menschen in Herr Taschenbiers Umgebung ordentlich heraus. Aber eigentlich bekommen nur die Leute, die es verdient haben, ihr Fett weg. Und eine ganz besondere Eigenschaft hat das Sams noch: Es erfüllt Wünsche und zwar so viele, wie es Punkte auf seinem Körper hat. Leider stellt das Herr Taschenbier erst am Ende der turbulenten Woche fest und so muss ihn das Sams am Samstag verlassen und Herr Taschenbier hofft, dass bald wieder so eine merkwürdige Woche mit Sonne am Sonntag, Herrn Mon am Montag, Dienst am Dienstag, Mitte der Woche am Mittwoch, Donner am Donnerstag und frei am Freitag kommt. Denn dann kommt das Sams zurück!

 

Dieses Buch wurde uns in der Grundschule vorgelesen und die vielen witzigen Situationen mit dem vorlauten Sams haben mich und meine Mitschüler oft lachen lassen. Auch dass das Sams so oft reimt, hat mir als Kind sehr gut gefallen. Nebenbei lernte man spielerisch die Wochentage und ihre Reihenfolge. Allerdings hatte ich wie bei Pippi Langstrumpf manchmal etwas Probleme mit der frechen Art des Samses und manche Situationen erschienen mir auch bedrohlich.

Weitere Bücher der Sams-Reihe sind:

„Am Samstag kam das Sams zurück“ von Paul Maar (1980)

Lesealter: 8-10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1980, Oetinger Verlag, ISBN978-3789119545

www.oetinger.de

 

„Neue Punkte für das Sams“ von Paul Maar (1992)

Lesealter: 8-10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1992, Oetinger Verlag, ISBN978-3789142048

www.oetinger.de

 

„Ein Sams für Martin Taschenbier“ von Paul Maar (1996)

Lesealter: 10-12 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1996, Oetinger Verlag, ISBN978-3789142109

www.oetinger.de

 

„Sams in Gefahr“ von Paul Maar (2002)

Lesealter: 10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2002, Oetinger Verlag, ISBN978-3789142338

www.oetinger.de

 

„Onkel Alwin und das Sams“ von Paul Maar (2009)

Lesealter: 8-10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2009, Oetinger Verlag, ISBN978-3789142840

www.oetinger.de

 

„Sams im Glück“ von Paul Maar (2011)

Lesealter: 8-10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2011, Oetinger Verlag, ISBN978-3789142901

www.oetinger.de

 

„Ein Sams zu viel“ von Paul Maar (2015)

Lesealter: 5-7 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2015, Oetinger Verlag, ISBN978-3789142987

www.oetinger.de

 

„Das Sams feiert Weihnachten“ von Paul Maar (2017)

Lesealter: 7-9 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2017, Oetinger Verlag, ISBN978-3789108167

www.oetinger.de

 

Weitere schöne Bücher Paul Maar’s sind:

 

„Das kleine Känguru- alle Geschichten in einem Band“ von Paul Maar (1989)

Lesealter: 6-8 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2013, Oetinger Verlag, ISBN 978-3789142741

www.oetinger.de

 

„Der tätowierte Hund“ von Paul Maar (1968)

Lesealter: ab 8 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2003, Rowohlt Taschenbuch Verlag, ISBN978-3499212475

www.rowohlt.de

 

„Lippels Traum“ von Paul Maar/ Henriette Sauvant (1983)

Lesealter: 10-12 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1983, Oetinger Verlag, ISBN978-3499212475

www.oetinger.de

 

„Lippel, träumst du schon wieder!“ von Paul Maar/Katrin Engelking (2012)

Lesealter: 9-11 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2012, Oetinger Verlag, ISBN 978-3789142697

www.oetinger.de

 

„Der Galimat und ich“ von Paul Maar/Ute Krause (2015)

Lesealter: 8-10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

©2015, Oetinger Verlag, ISBN 978-3789142963

www.oetinger.de

 

„Die Maus, die hat Geburtstag heut“ von Paul Maar (1997)

Lesealter: 3-5 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

©1997, Friedrich Oetinger Verlag, ISBN978-3789168550

www.oetinger.de

Die Maus, die hat Geburtstag heut.

Gleich kommt Besuch, der sie sehr freut.

Welches Tier kommt denn hier

und will der Maus was schenken?

In eingängigen Versen und eigenen Bildern hat Paul Maar ein intelligentes, aber auch anrührendes Bilderbuch geschaffen. Die Geschichte ist ein Gedächtnis- und Ratespiel, das die Kinder sofort miteinbindet, indem sie die Tiergäste und ihre Geschenke für die Maus benennen können. Die Verse wiederholen sich ständig und laden das Kind ein mitzusprechen und sich das Buch so selbstständig vorzulesen.

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