Der Prinz von Pumpelonien – 1990

Autorin des gleichnamigen Kinderbuchs ist die deutsche Kinderbuchautorin Katharina Kühl. Ihr lebendiger, lustiger Schreibstil gefällt mir gut. Leider erstickt das Puppenspiel- Korsett mit seiner Einteilung der Geschichte in Akte und die Vorstellung der Protagonisten den leichten Stil der Autorin. Die Lektüre hat mich allerdings neugierig auf ihre anderen Werke gemacht.

Das Marionettenspiel  „Der Prinz von Pumpelonien“ gliedert sich in  vier Folgen à 30 Minuten. Durch zahlreiche musikalische Solo-Auftritte der Protagonisten erinnert es entfernt  an ein Musical. Für die musikalische Gestaltung war Wilhelm Schoeneis zuständig. Das Drehbuch erstellte Sepp Strubel, der auch König Pumpel, den XV., spielte und gleichzeitig Regie führte. Die vier Episoden des Puppenstücks liefen in der Vorweihnachtszeit 1991.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2006, Lighthouse Home Entertainment

http://shop.puppenkiste.com/

 

„Der Prinz von Pumpelonien. Ein Märchen in vier Teilen“ von Katharina Kühl/ Dieter Lange (1991)

Lesealter: 8-10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1991, Hamburg, Carlsen Verlag GmbH, ISBN 9783551550441

www.carlsen.de

Das Märchen „Der Prinz von Pumpelonien“ gliedert sich in vier Teile. Der erste Teil beginnt mit großer Aufregung im Schloss des Reiches Pumpelonien: Prinz Pumpel hat den geheimen Wunsch gefasst die Gärtnerin Mariechen zu heiraten. Doch die Königin Elodie besteht darauf, dass ihr Sohn Pumpel die Prinzessin Pimpinella aus dem Land Pipinien heiraten soll. Zum einen ist das Königreich Pumpelonien bettelarm, zum anderen hat es ein „Drachenproblem“…

Tief im Drachenwald Pumpeloniens schläft ein Drache in einer Drachenhöhle, unter dem Drachenfelsen. Genau zum Zeitpunkt als sich die resolute Prinzessin Pimpinella mit ihrer Kutsche auf den Weg nach Pumpelonien macht, wacht der Drache Fidibus auf und stellt sich in einem Drachenlied vor und berichtet, dass er verflucht ist. Nur von einem Mädchen kann er erlöst werden. Doch bis dahin ist er verwünscht als böser Drache seine Pflicht zu tun. Und es kommt, wie man es erwartet: Fidibus raubt die kratzbürstige Pimpinella, die ihm allerdings ordentlich ihre Meinung geigt. Der Drache muss ihr drei Mal am Tag die Haare fönen und ihre Auseinandersetzungen gipfeln in einem Fidibus-Pimpinella-Duett.

Der Rabe Noro, der alle Ereignisse bisher amüsiert beobachtet hat, schlägt sofort in Pumpelonien Alarm und Prinz Pumpel macht sich – ausgerüstet mit dem alten pumpelonischen Königsschwert- auf den Weg Prinzessin Pimpinella zu befreien. Mariechen mittlerweile als Konkurrenz für Pimpinella entlarvt, wird des Schlosses verwiesen und zieht ebenfalls in den Drachenwald.

Doch der unerschrockene Eismann Gelato Gelatini aus Pipinien kommt Pumpel bei seiner Mission zuvor  und rettet Pimpinella aus den Fängen des genervten Drachen Fidibus, während dieser das komplette Eissortiment auffrisst. Pimpinella kommt auf den Geschmack -statt einer Prinzessin die Frau eines Eisverkäufers zu sein-  und kehrt mit Gelato Gelatini nach Pipinien zurück. Hier setzt Prinzessin Pimpinella ihren Kopf durch und heiratet gegen den Willen ihrer Eltern den Eismann.

Mariechen trifft unterdessen im Wald  auf den Drachen Fidibus und befreit ihn erst von seinen Bauchschmerzen und in Prinz Pumpels Beisein  mit einem mitleidigen Kuss auch von seinem Fluch. Nun ist Fidibus  ein guter Drache und Mariechen Besitzerin des Drachenschatzes. Der Drache Fidibus bietet Prinz Pumpel seine Dienste als „Hausdrache“ an und gemeinsam macht sich das Verlobungpaar Prinzessin Mariechen und Prinz Pumpel zurück auf den Weg zum pumpelonischen Schloss. Am Schlosshof endet das Buch mit einem Tanz und  Lied, das der Drache und die königliche Familie in ihrer Glücksstimmung anstimmen.

Meine Meinung:

Mit der Buchversion des gleichnamigen Puppentheaters bin ich nicht ganz warm geworden. Auch wenn die Geschichte und die Charaktere wirklich amüsant sind, so wirkt das Kinderbuch als Einzelwerk nicht ganz stimmig. Die Skizzen Lange’s zu den Figuren, die ihm als Vorlage für die Gestaltung der Marionetten dienten, sind zwar schön. Meiner Meinung nach sind sie in ihrer karikaturistischen, überspitzten Art allerdings nicht unbedingt ansprechend und Fantasie anregend.

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