3:0 für die Bärte – 1971

Autor des Kinderbuches „3:0 für die Bärte – Die Abenteuer des Hans Butz“ ist der Schweizer Jugendschriftsteller Heiner Gross. Bei dem Buch aus dem Jahr 1959 handelt es sich um den Auftakt einer dreiteiligen Kinderromanreihe. Die Fortsetzungsbände heißen „Tumult auf der Kyburg: Neue Abenteuer für Hans Butz“ (1962) und „Sabors Wunderboot“ (1964). Heiner Gross, der bis zu seiner Journalistenlaufbahn als Maschinenzeichner und Baggerunternehmer tätig war, hat seine Begeisterung für Technik und moderne Elektronik teilweise auch in seine Kinderbücher einfließen lassen. Durch den Zusammenprall der modernen Robotertechnik des Zaubermeisters Sabor und der märchenhaften, naiven Zwergenwelt entsteht eine spannende und unterhaltsame Geschichte.

Die Augsburger Puppenkiste verfilmte die Geschichte des ersten Bandes in vier Episoden à 30 Minuten und strahlte sie sonntags von Mitte November bis Anfang Dezember 1971 aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2010, S.A.D. Home Entertainment GmbH

http://shop.puppenkiste.com/

 

„3:0 für die Bärte- Abenteuer des Hans Butz“ von Heiner Gross/Werner Büchi (1959)

Lesealter: ab 10 Jahren

 

 

 

 

 

 

 

 

©1959, Zürich

Protagonisten der Erzählung sind die zehnjährige Bärbel und zwölfjährige Hans, die durch einen Zauberreifen in ein Wunderland geraten. In der Hauptstadt Tansibor leben viele Zwerge. Die Männer tragen ellenlange Bärte und die Frauen haben bodenlange Haare. Die Freunde Bärbel und Hans werden zur Königin und zum General ernannt und begeben sich mit einer kleinen Zwergenentourage auf Wanderschaft, um das Märchenland zu besichtigen. Sie entdecken viele spannende Orte und märchenhafte Figuren. Der schusselige Admiral der Zwergenarmee sorgt bei ihrer Reise durchgängig für komische Situationen.

Am Schluss des Buches kommt es noch zu einem spannenden Angriff  auf die Hauptstadt Tansibor. Angreifer ist der verstoßene Zauberer Sabor, der sich auf einer Insel ein Roboterarmee geschaffen hat. Doch dank des pfiffigen Generals Hans kommt das Volk des Märchenlandes nicht zu Schaden und Sabors Teufeleien richten sich am Ende gegen ihn selbst…

Auch wenn die Namen der Kinderprotagonisten heute gewöhnungsbedürftig sind, ist das Buch äußerst amüsant und die Dialoge mit viel sprachlichem Witz und einem tollen Wortschatz geschrieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Aus: Heiner Gross: 3:0 für die Bärte, Schweizer Verlagshaus AG, 1959, S.191)

Die comicartigen Zeichnungen des Illustrators Werner Büchi schaffen es nicht, den märchenhaften Charme der Figuren und Schauplätze umzusetzen und gefallen mir persönlich nicht so gut. Auch gelingt es ihnen leider nicht, die Komik einzelner Situationen zu transportieren. Ich könnte mir vorstellen, dass sie Jungen als Zielgruppe ansprechen.

3 Kommentare

  • Marianne Schäfer

    Ich liebe dieses Buch seit meiner Kindheit und lese es in diesen „Corona-Zeiten“ für die Kinder aus meinem Umfeld ein. Ich habe 1959!!! Mit 10 Jahren gelesen.

  • Ich würde dieses Buch sehr gerne lesen und vorlesen.
    Aber ich finde es nirgends!
    Irgend ein Tipp?

    • mirjam

      Ich habe mich in den letzten Tagen auf den einschlägigen Seiten für Gebrauchtbücher und ebay umgesehen und es leider auch nicht zum Kauf entdeckt.
      Ich denke, dass man da immer mal wieder einen Blick drauf werfen sollte… Bei einem überhöhten Preis würde ich vom Kauf allerdings absehen, da ist das
      Geld in bekannte Vorlese-Klassiker von Lindgren, Preußler, Ende oder Maar besser angelegt 😉

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