Katze mit Hut- altes Buch in neuem Gewand

Im Jahr 1980 erschien erstmals das Buch „Katze mit Hut“ von Simon und Desi Ruge, einem Hamburger Autorenpaar, das unter diesem Psydonym auch weitere Kinderbücher veröffentlichte. Die damalige Ausgabe des Beltz & Gelberg Verlags und ihre Fortsetzung „Neues von der Katze mit Hut“ aus dem Jahr 1984 wurden von der freischaffenden Künstlerin Helga Gebert illustriert. Zu einem Erfolg wurden die Bücher auch durch ihre 4-teilige-Inszenierung und Verfilmung durch die Augsburger Puppenkiste im Jahr 1982 und 1983.

„Die Katze mit Hut“ von Simon und Desi Ruge/ Helga Gebert (1980)

Lesealter: ab 8 Jahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1980, Beltz&Gelberg Verlag, ISBN9783407780669

www.beltz.de

 

Im Herbst 2019 erschien dieser tolle und unterhaltsame Kinderklassiker in einem neuen Gewand. Der renommierte deutsche Kinder- und Bilderbuchillustrator Reinhard Michl hat das Buch mit farbigen Bildern ausgestattet. Nachdem es das Werk bislang nur noch gebraucht zu kaufen gab, ist nun wieder eine schöne Neuauflage im Atrium Verlag erschienen:

 

„Katze mit Hut“  von Simon & Desi Ruge /Reinhard Michl (1980)

Lesealter: 7-9 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2019, Atrium Verlag AG, ISBN978-3855356379

www.atrium-verlag.com

Davon handelt das Buch:

Kurz nach Pfingsten erscheint die Katze mit ihrem großen Hut am Bahnhof des kleinen Städtchens Stackeln an der Kruke. „Ein hübscher Name für einen Ort“, sagt sie zu sich selber. „Stackeln – an der Kruke! Das wackelt richtig auf der Zunge.“ (D./S. Ruge: Katze mit Hut, Atrium Verlag, 2019, S.8)

Und sie beschließt zu bleiben und mietet ein Haus in der Backpflaumenallee an. Nach und nach finden ganz unterschiedliche Tiere und Menschen den Weg in die Backpflaumenallee Nr.17: das Dudelhuhn Marianne, der Hund Kapitän Knaak, eine  kleine Puddingbrumsel, der Zappergeck, das musikverrückte Wildschwein Baby Hübner, ein Stolpervogel, ein schlafwandelndes Lama, die Erfinderbrüder Erbsenstein und der sammelfreudige Hundertfuß. Ganz klar, dass in einer solchen Gesellschaft immer etwas Aufregendes und Merkwürdiges passiert und so berichtet das Buch in zehn Geschichten spannende, unterhaltsame und lustige Begebenheiten des besonderen Haushalts der Findelkinder und Pensionäre.

Meine Meinung:

Ob man nun die farbigen,klaren Bilder der neuen Ausgabe oder die Zeichnungen der 40 Jahre alten Ausgabe bevorzugt, ist eine reine Geschmackssache. Die Geschichte ist in jedem Fall lesens- bzw. vorlesenswert!

Nachfolgend möchte ich ausschnittsweise einen kleinen Einblick in die beiden Ausgaben geben:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2019, atrium verlag, S.47

www.atrium-verlag.com

Hier sieht man Baby Hübner in der Version von Reinhard Michl. Eins meiner Lieblingsbilder der Ausgabe, da Baby Hübner hier so richtig kess und selbstbewusst rüber kommt. Das größere Format der Ausgabe lässt die Bilder richtig wirken und macht es zu einem handlichen Vorlesebuch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1980, Beltz &Gelberg Verlag, S.39

www.beltz.de

Die viel kleineren Zeichnungen von Helga Geberts sind detailreicher und lassen das betrachtende Kind etwas länger verweilen.

 

Noch ein Hinweis zum Schluss:

Lesenswert ist übrigens auch die Fortsetzung der Geschichte, um die Wohngemeinschaft der Backpflaumenallee 17:

„Neues von der Katze mit Hut“ von Simon und Desi Ruge/ Helga Gebert (1984)

Lesealter: ab 8 Jahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1984, Beltz&Gelberg Verlag, ISBN 978-3407781032

www.beltz.de

Im Folgeband der „Katze mit Hut“ präsentiert das Autorenpaar Desi und Simon Ruge (Pseudonyme) weitere fünf unterhaltsame Geschichten aus der Backpflaumenallee 17.  Der Geschichtenkanon beginnt im Winter, als der erstaunte Vermieter Herr Maulwisch im Hof des Hauses ein riesiges Schneehuhn entdeckt. Eine zweite Wintergeschichte berichtet wie die Katze auf ihrem Nachhauseweg von Blitzeis überrascht wird und nun eine unfreiwillige Odyssee durch das Städtchen Stackeln erlebt. In der dritten Geschichte zieht der Frühling ein und alle Hausbewohner werden ganz sausig. Auch den Riesen Saratowski trifft die Sausigkeit und die Hausbewohner müssen sich etwas einfallen lassen, ihn wieder loszuwerden. In der vierten Geschichte ist die Katze aus dem Haus und prompt fallen unverfrorene Vertreter über die naiven Hausbewohner her. Doch zum Glück übernimmt das Dudelhuhn Marianne als „Vizekatze“ das Regiment und bläst den Gaunern den Marsch. In der letzten Erzählung erfinden sich die Bewohner „ihren“ Geburtstag und überraschen sich an diesem Tag gegenseitig.

 

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