Lilalu im Schepperland – 2000

Motivliche Grundlage für das  Musik-Marionettenstück „Lilalu im Schepperland“ sind die „Brownie Tales“ von Enid Blyton aus dem Jahr 1926. Im April 2000 veröffentlichte die Augsburger Puppenkiste die erste Episode der Staffel mit sechs Folgen à 30 Minuten, in denen die Königstochter Lilalu aus Melodanien und der Küchenwichtel Pimpernell sowie die böse Hexe Synkopia die Hauptrollen spielen. 2001 folgte die zweite Episode mit dem Arbeitstitel „Hokuspokus um LiLaLu“ und weiteren sieben Folgen. Neben der 13-teiligen Reihe gibt es auch eine etwas gekürzte Spielfilmfassung der Serie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2015, Universum Film GmbH

http://shop.puppenkiste.com/

 

„Hops, Fips und Taps“ von Enid Blyton/Edith Witt (1926)

Lesealter: ab 7 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©1973, Stuttgart, Boje-Verlag, ISBN 3414126605

 

Die drei Wichtel Hops, Fips und Taps wohnen in einem beschaulichen Häuschen unter einem Holzapfelbaum. Eines Tages verteilt der Postbote in der Nachbarschaft große, weiße Briefe. Neugierig bringen die drei in Erfahrung, was es mit diesen Schreiben auf sich hat:  Der König des Märchenlandes lädt anlässlich des Geburtstages der Prinzessin Belinda am Sonntag zu einem großen Fest ein. Mit Enttäuschung müssen die drei Wichtel feststellen, dass sie aufgrund vergangenen Schabernacks nicht eingeladen sind. Wie gerufen erscheint am nächsten Tag eine Hexe vor ihrer Tür und bietet den Wichteln an, ihnen einen Zaubertrick mit einem magischen Korb zu zeigen, so dass Hops, Fips und Taps als Zauberer im Schloss zum großen Fest auftreten können.

Endlich ist der Sonntag da! Hops gibt sich am Hofe für den großen Zauberer Fix-Fax aus dem Land Rumsdibums aus und Fips und Taps begleiten ihn als seine Diener. Nach dem Geburtstagsbankett  führt Hops den Zaubertrick auf, indem er den Korb der Hexe vor dem Königspaar aufstellt. Nun muss Fips hineinsteigen und als der Deckel auf den Korb gelegt ist, tippt Hops drei Mal auf den Korb und spricht den Zauberspruch „Schlange, Kröte,Spinne, Schneck- du warst da und bist nun weg!“. Zum Erstaunen der Zuschauer ist der Wichtel verschwunden und der Korb leer. Mit dem Zauberspruch „Schwarzer Kater, weiße Maus- du bist da und kommst heraus!“ zaubert der verkleidete Hops seinen Diener wieder herbei. Nun möchte auch unbedingt das Geburtstagskind – die Prinzessin Belinda- Teil der Vorführung sein und steigt in den Korb. Hops erinnert sich an den Hinweis der Hexe, dass er bei Mitgliedern der königlichen Familie sieben Mal auf den Korb tippen muss. Kaum hat Hops den anschließenden Zauberspruch gesagt, erhebt sich der Korb samt der Prinzessin in die Lüfte und fliegt davon. Sofort werden die Wichtel festgenommen und zur Rede gestellt. Nun hat der König des Märchenlandes einen schlimmen Verdacht „Das war die Hexe Grünauge!“.  Bestürzt verbannt der König die drei Wichtel aus dem Märchenland. Hops, Fips und Taps beschließen ins Hexenland zu gehen und die Hexe Grünauge zur Rede zu stellen. Doch so einfach wie die drei Wichtel sich diese Reise vorgestellt haben, wird sie natürlich nicht. Sie geraten in die Fänge eines Zauberers, retten im Schloss des roten Kobolds eine kleine Meerjungfrau, treffen eine gefährliche Riesenfamilie und durchqueren das Land der Klugen. Auch hiernach treffen sie viele kuriose Gestalten bis sie endlich die Prinzessin Belinda aus den Fängen der gefährlichen und boshaften Hexe Grünauge befreien können. Zurück vor den Toren des Märchenlandes erfahren die drei Wichtel Hops, Fips und Taps, dass sie als Dank für die Errettung der Prinzessin Belinda  wieder als Bürger des Märchenlandes aufgenommen werden. In Zukunft werden die drei Freunde zu jedem königlichen Fest als Ehrengäste eingeladen.

Meine Meinung:

Die Grundgeschichte finde ich wirklich gelungen. Wer Enid Blyton kennt weiß, dass sich die Handlung in ihren Fantasy-Werken nicht immer logisch entwickelt, sondern verrückte, fantastische Wendungen nimmt. Dies ist dennoch sehr nah am kindlichen Denken und überrascht vielfach. So finden viele fantastische Orte und Figuren Einzug in die Geschichte. Ich halte das Buch für eine schöne und abenteurliche Vorlesegeschichte. Die beiden Kapitel über Hops, Fips und Taps Abenteuer im Land der Klugen wurde von Gunda Otto in Schreibschrift verfasst. Dies ist ein schönes Detail, das das lesende Kind  anspornt, sich den Text über das Land der Klugen zu erschließen. Ein einfach schönes Buch, das mit  vielen spannenden und emotionalen Momenten aufwartet und den Leser in die Geschichte zieht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.